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Die mittelalterliche Siedlung entstand an einem Fernweg von Italien nach
Frankfurt für Kaufleute, Pilger und Soldaten. Ursprünglich Steinheim
genannt, wird sie urkundlich erstmals 1238 erwähnt. Die Burg auf dem
Felsen war Mittelpunkt der staufischen Regentschaft im Ries und befand
sich im Besitz des Kaisers Friedrich I. Barbarossa. Nach dem Niedergang
dieses Geschlechts ging der Besitz um 1250 an das Haus Oettingen über,
das im 13. und 14. Jahrhundert seine größte Macht entfaltete. Als
Beauftragte des Königtums nahmen die Oettinger im regionalen Bereich
hoheitliche Rechte wahr.
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Sie gingen im 15. Jahrhundert daran, den
Ort unter dem Felsen zu einer Residenz auszubauen und den Ort nach der
Burg „Wallerstein“ zu nennen. Als bedeutsam für den wirtschaftlichen
Aufschwung der Gemeinde erwies sich die Verleihung des Marktrechts durch
Kaiser Maximilian I. im Jahre 1500. Die Grafen von Oettingen-Wallerstein,
die 1774 in den Reichsfürstenstand aufstiegen, haben Wallerstein
zur Blüte gebracht. |
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Durch Schlösser und Herrenhäuser, durch Kirchen und Kapellen erhielt der
Ort das typische Gesicht einer ländlichen Residenz. Das Fürstentum
Oettingen-Wallerstein erlebte im 18. Jahrhundert seinen kulturellen
Höhepunkt, verlor aber 1806 die Selbständigkeit und wurde dem Königreich
Bayern eingegliedert.
Heute zählt Wallerstein zusammen mit den Ortschaften Birkhausen,
Ehringen und Munzingen ca. 3.500 Einwohner. Neben Schulen und
Kindergarten bietet Wal-lerstein eine gute ärztliche Versorgung sowie
ein Alten- und Pflegeheim.
Seit ihrem Bau ist die Mehrzweckhalle als Stätte der Begegnung, des
Spiels, Sports und der Geselligkeit nicht mehr wegzudenken (Kegelbahnen,
Schießstände,
Antonio-Rosetti-Musikschule, Volkshochschule und vieles andere mehr).
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